Dienstag, 28. Juni 2016

Große Ereignisse ...

... werfen ihren Schatten voraus. 

Bei Ereignissen, die Mausepaulchen in irgendeiner Form betreffen, haben diese Schatten gefühlt Mount Everest - Größe. 

Nachdem er sich gerade erst daran gewöhnt hat, dass ich Zuhause bin, geh ich nun also wieder arbeiten. Komische Sache. Das stört ihn aber nicht übermäßig, morgens bekomme ich den Auftrag meine Kollegen zu grüßen und damit ist es gut. 



Dass die Püppi nun auch zur Tagesmutti geht, findet er eigentlich ganz gut, hat in der ersten Zeit trotzdem zu Schlafproblemen bei ihm geführt. Und dass ihre Babyzeit nun langsam vorbei ist, will er immer noch nicht wahrhaben. 

Nächste Baustelle: Geburtstag. Im Juli wird mein kleiner Großer vier Jahre alt, das ist natürlich wichtig und muss ordentlich gefeiert werden. Er hat sich für eine Piratenparty entschieden, der Besucherkreis steht fest, es gibt ganz konkrete Vorstellungen und kein Tag vergeht, an dem wir nicht zusammen zählen, das Alter der anderen Familienmitglieder überlegen und immer wieder feststellen: Bald ist er vier! Und vier, das ist schon ganz schön groß. 

So groß, dass er bald ein "Kleiner Wackelzahn" ist, das heißt er kommt im August in die Kita und dort gleich in die kleinere der beiden Vorschulgruppen. Zum Glück darf er da schon regelmäßig schnuppern gehen und zum Glück ist Oma so lieb und macht das auch mit ihm. 


All das - und natürlich noch diverse kleinere Widrigkeiten des Lebens - führen dazu, dass ich meinen Sohn in letzter Zeit öfter mal verwundert beobachte.

Verwundert darüber, was er schon alles ganz toll und selbstständig kann. Verwundert darüber, was für schöne Gedankengänge er hat und auch ausdrücken kann. Verwundert darüber, wieviel Freude in so einen kleinen Menschen passt. Und verwundert darüber, dass er manchmal nur aus Wut zu bestehen scheint.

Er testet mich, meine Konsequenz und meine Grenzen im Moment ordentlich aus. Und die des weltbesten Göttergatten auch. Zwischen himmelhochjauchzender Idylle und absolutem Familienstimmungstief liegen manchmal nur Minuten.


Und was mach ich? Oft, wenn der Tag besonders doof war, wir uns beide irgendwie doof verhalten haben und es uns Mühe kostet, uns vor dem Schlafen gehen wieder richtig zu vertragen, gehe ich abends zum Nähen in den Keller. Oft ohne einen Plan zu haben, was ich eigentlich nähen will und worauf ich Lust habe. Und mindestens genauso oft, entstehen dann Klamotten für mein Mausepaulchen, den wunderbarsten aller Söhne.


Stoff: Stoffmarkt und Michas Stoffecke
Schnitte: Fußballshirt Mini-Sun von aefflyns, die anderen drei Klimperklein Sommertop

Wird es eigentlich besser, wenn man vier ist? Ich weiß es nicht. Ein ganz klein bisschen grusel ich mich davor, wenn die Püppi in dem Alter ist. Aber das werden wir meistern, wenn es soweit ist. Solange mach ich weiter meine Näh-Therapie-Sitzungen!

Verlinkt bei Creadienstag, HoT und made4boys!


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